Tottenham trifft am Sonntag den 1. Dezember auf Manchester United – Schicksalsspiel für Coach Villas-Boas

Nur sieben Tage nach dem Debakel in Manchester, bekommen es die Spurs am Sonntag mit dem nächsten Verein aus der ehemaligen Industriestadt zu tun. Für die Londoner, und insbesondere Andre Villas-Boas, geht es dabei um viel mehr als nur drei Punkte. Denn in der Liga ist man mittlerweile auf Platz 9 zurückgefallen, liegt hinter Vereinen wie Newcastle United und dem FC Southampton. Für Tottenham-Boss Daniel Levy ist das natürlich zu wenig, die Top 4 wurden vor der Saison als Ziel ausgegeben – Villas-Boas traut er dies nicht mehr zu. Für den Portugiesen wird das Duell mit Manchester United daher zum Schicksalsspiel.

Und das zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Denn während die Spurs in der Liga die letzten zwei Spiele verloren haben, und nur in der Europa League regelmäßig siegen, kommen die Red Devils rechtzeitig zum großen Schlager immer besser in Form. Unter der Woche wurde Bayer Leverkusen im eigenen Stadion mit 5:0 gedemütigt, und auch sonst läuft es wieder halbwegs rund beim englischen Rekordmeister.

Ein wenig Auftrieb gibt dem aktuellen Tabellenneunten der Blick auf die Duelle im letzten Jahr. Denn da konnte man im Old Trafford gewinnen, zuhause gelang immerhin ein Remis. Bei näherer Betrachtung und Berücksichtigung der letzten Jahre wird jedoch eines ersichtlich: vor eigenem Publikum, an der White Hart Lane, wartet Tottenham bereits seit Ewigkeiten auf einen Sieg. Genauer gesagt seit 19. Mai 2001, als man United mit 3:1 besiegen konnte. Es wäre also an der Zeit bzw. genau der richtige Zeitpunkt, diese Durststrecke zu beenden. Auch wenn die Vorzeichen nicht gerade darauf hindeuten.